Ein Trend scheint sich immer stärker durchzusetzen: Medien wie DVDs oder CDs werden immer stärker durch Download-Angebote unter Druck gesetzt. Gerade bei der Musik ist dieser Trend sichtbar: Downloads verdrängen mehr und mehr den Verkauf von CDs, denn sie bieten viele Vorteile: Es ist oftmals wesentlich bequemer und man kann sich einzelne Titel, die einem gefallen, herauspicken, ohne ein Komplettpaket kaufen zu müssen, was einem nicht so gut gefällt. Außerdem ist es oftmals wesentlich günstiger und man kann sich Wege zu Geschäften bzw. Wartezeiten beim Versand von Online-Händlern sparen.

Man macht also beim Onlinekauf von Musik grundsätzlich einen guten Deal. Allerdings ist die Musikindustrie nur der Anfang: Zunehmend werden auch Filme, Videospiele und Bücher als digitale Downloads verkauft. Hier wird die digitale Publikation allerdings in Teilen problematisch, denn oftmals wird der Kostenvorteil, der der digitale Vertrieb bietet (Keine Datenträger, Hüllen oder gedruckte Handbücher), nicht an die Kunden weitergeleitet, mehr noch: Z.B. gibt es im Bereich der Videospiele einen florierenden Gebrauchtmarkt, auf dem alte Spiele verkauft oder auf Versteigerungen angeboten werden, um an Geld für neue Spiele zu kommen. Dieser Markt würde völlig austrocknen, da die gekauften Inhalte nicht mehr weiter handelbar wären. Außerdem müsste man immer genügend Speicherplatz für Backups von Spielen und Videos besitzen. Wenn nun ein gekaufter HD-Film nun eine Größe von ca. 25 bis 30 GB beträgt, dann kann sich jeder sehr schnell ausrechnen, wann selbst bei einer modernen Festplatte mit einem Terabyte oder mehr Speicher der Speicher verbraucht ist, denn neben Spielen, Filmen, müssen ja noch verschiedene andere Daten wie Foto- oder Musik-Dateien auf der Festplatte gespeichert werden.

Nicht zu Letzt gibt es sogar psychologische Gründe: Sicher, jeder der ein Spiel oder ein Film kauft, erhält das Recht, diesen auch zu nutzen. Man ist lediglich in Besitz des jeweiligen Datenträgers. Dieser rein physische „Besitz“ der Daten würde nun verloren gehen. Insbesondere bei Spielen oder noch stärker bei Büchern kann das zum Problem werden: Kein Buch mehr in der Hand zu halten wäre für viele Liebhaber von Büchern eine echte Katastropheeine echte Katastrophe.